#801 [Deutsch lernen durch Hören] - Deutsch lernen mit Dialogen - Dialog Nr.:104 (Niveau: A2-B1)

#801 [Deutsch lernen durch Hören] - Deutsch lernen mit Dialogen - Dialog Nr.:104 (Niveau: A2-B1)

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Dialog Nr.:104
Situation: Kevin macht eine Reportage mit Frau Bauer im Berliner Tierheim.
Personen: Reporter, Frau Bauer
Ort: Im Berliner Tierheim

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Situation: Kevin macht eine Reportage mit Frau Bauer im Berliner Tierheim.
Personen: Reporter, Frau Bauer
Ort: Im Berliner Tierheim

Reporter: Heute befinden wir uns im Berliner Tierheim. Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei und der Jahreswechsel steht vor der Tür.
Bei mir befindet sich die Tierpflegerin Nina Bauer aus dem Hundehaus Struppi. Hallo, Frau Bauer.
Fr. Bauer: Hallo. Schön, dass Sie hier sind.
Reporter: Schön, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Die Weihnachtsfeiertage sind schon vorbei. Wie werden denn die Tierheimtiere über die freien Tage versorgt?
Fr. Bauer: Wir Tierpfleger haben leider keine Feiertage. Die Tiere müssen täglich versorgt werden, daher arbeiten wir an 365 Tagen im Jahr. Die Hunde, Katzen, Nager, Vögel und Nutztiere brauchen täglich frisches Futter und Wasser, die Zwinger, Käfige und Ställe müssen gereinigt werden, die Hunde müssen Gassi gehen und die Katzen wollen spielen und schmusen. Da ist es egal, ob Weihnachten oder Silvester ist.
Reporter: Das bedeutet, dass Sie an Weihnachten nicht mit Ihrer Familie zum Festtagsbraten am Tisch gesessen haben, sondern hier gearbeitet haben?
Fr. Bauer: Richtig. Ich war an allen drei Weihnachtstagen bei den Tieren und gerade nach dem 24. Dezember bekommen wir viele Tiere, die als Geschenk unterm Weihnachtsbaum lagen und doch nicht erwünscht sind.
Reporter: Passiert das tatsächlich? Ich dachte immer, dass das nur Geschichten sind.
Fr. Bauer: Nein, leider nicht. In diesem Jahr haben wir nach den Feiertagen 12 Hunde, darunter vier kleine Welpen, aufgenommen, fünf Katzen und acht Kleintiere. Die meisten von ihnen werden gefunden, oft in einem Karton auf einem Müllplatz abgestellt, oder die Leute bringen sie tatsächlich selbst zu uns und sind wenigstens zu ehrlich zuzugeben, dass das Tier ein Weihnachtsgeschenk war und man sich vorher nicht genügen Gedanken darüber gemacht hat.
Reporter: Das ist ja schrecklich! Was passiert nun mit den Tieren?
Fr. Bauer: Wir haben sie aufgenommen, sie wurden alle tierärztlich untersucht, und werden nun geimpft, gechipt. Nach der Quarantäne kommen sie in die Vermittlung und suchen ein neues und liebevolles Zuhause, in welchem sie auch erwünscht sind.
Reporter: Wie viele Tiere leben aktuell in diesem Tierheim?
Fr. Bauer: Wir versorgen täglich 324 Hunde, 266 Katzen, 230 Kleintiere, 54 Vögel und 25 Nutztiere. Außerdem haben wir noch etwa 40 Exoten, wie Echsen und Schlangen, und eine Gruppe Affen. Die stehen allerdings nicht zur Vermittlung, sondern verbringen ihr Leben in einem großen Gehege.
Reporter: Das sind ja wirklich viele. Wie viele Tiere vermitteln Sie denn pro Monat?
Fr. Bauer: Wir vermitteln circa 80 Tiere pro Monat. Allerdings haben wir während der Feiertage Adoptionsstopp, da wir die Tiere nicht unter einem Weihnachtsbaum wiederfinden wollen. Wer wirklich Interesse an einem Tier hat, der kommt auch im Januar nochmal wieder.
Reporter: Wie kann man Ihrem Tierheim denn helfen?
Fr. Bauer: Wir brauchen immer Futterspenden, Decken und Spielzeug. Außerdem freuen wir uns über regelmäßige ehrenamtliche Gassigänger, die ihre Zeit mit unseren Hunden verbringen.
Reporter: Also, liebe Zuhörer, wenn Sie dem Berliner Tierheim etwas helfen wollen, dann bringen Sie Futter, Decken und Spielzeuge für die Tiere vorbei und verbringen Sie doch einfach ein wenig Zeit mit den Tieren, die jeden Tag auf ihr neues Zuhause warten.
Fr. Bauer: Wir sagen immer: Kaufen Sie doch jetzt zu Silvester kein Feuerwerk, sondern Futter für die Tiere im Tierheim. Die Hunde und Katzen freuen sich mehr über Futter als über schrecklichen Lärm zum Jahreswechsel.
Reporter: Was tun Sie hier, um den Tieren den Jahreswechsel so angenehm wie möglich zu machen?
Fr. Bauer: Die Stadt Berlin verbietet Feuerwerk in einem Umkreis von zehn Kilometern um das Tierheim. Darüber sind wir sehr froh, denn die Tiere haben Angst und Panik und verstehen das Ganze nicht. Wir schließen alle Tore [...]