
🇨🇭1. August 2024 #Nationalfeiertag der #Schweiz
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Der Nationalfeiertag der Schweiz
Die Schweiz feiert am 1. August Geburtstag. Der Bundesbrief von Anfang August 1291 gilt als ältestes Verfassungsdokument der Eidgenossenschaft. Darin sichern sich die innerschweizerischen Talgemeinschaften Uri, Schwyz und Unterwalden gegenseitige Hilfe gegen alle zu, die ihnen Gewalt oder Unrecht antun. Als #Geburtsurkunde wurde dieser Bundesbrief jedoch erst seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert angesehen. Der Bundesrat beraumte 1891 eine nationale Jubiläumsfeier gestützt auf dieses Dokument an. 1899 wurde dann der 1. August zum Bundesfeiertag erhoben.
Eine offizielle Schweizer Landeshymne gibt es erst seit 1961. Damals erklärte der Bundesrat «Trittst im Morgenrot daher …» zur Nationalhymne, vorerst jedoch nur provisorisch für drei Jahre. Zuvor wurde während fast hundert Jahren nach einem passenden Lied gesucht.
Der Schweizer Psalm eine rein schweizerische Schöpfung. Der Komponist war der im Kloster Wettingen AG lebende Zisterzienserpater Alberik Zwyssig (1808–1854).
Der Schweizer Bundesstaat mit seinen #26 Kantonen und Halbkantonen ist jedoch eigentlich ein Kind der Bundesverfassung, die 1848 erarbeitet worden ist.
Die Schweiz wächst
#8,7 Millionen Menschen leben in der #Schweiz – doppelt so viele wie Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Grund dafür ist die starke Zuwanderung. Zugleich wird die Bevölkerung der Schweiz immer älter – sie geniesst eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt.
Vom Schattendasein zum Nationalsymbol
Als sich im Laufe der Zeit die Käseherstellung immer mehr von der Alp in die Molkereien der Dörfer verlagerte, wurde nach 1800 auch das Alphorn immer seltener. Nachdem es an traditionellen Festen kaum mehr zu hören war, liess der Berner Schultheiss Niklaus von Mülinen in den 1820er Jahren Alphörner herstellen und in Grindelwald an begabte Spieler verteilen. Zwar hatte das Alphorn seine ursprüngliche Funktion in den Bergen mehr oder weniger verloren, dafür gewann es nun als Musikinstrument die Herzen der Zuhörer – und wurde so zu einer #Touristenattraktion und zu einem Symbol für die Schweiz.
Blechblasinstrument aus Holz
Die #Tonart, in der ein Alphorn gespielt werden kann, hängt von seiner Länge ab. In der Schweiz ist das Fis/Ges-Alphorn tonangebend, das 3.5 Meter lang ist. Trotz oder eben auch wegen seiner einfachen Bauweise ist ein Alphorn ziemlich schwer zu spielen. Denn während alle anderen Blasinstrumente im Laufe der Zeit technische Weiterentwicklungen erfuhren (Grifflöcher, Ventile), hat das Alphorn bis heute seine ursprüngliche Form beibehalten. Musiker zählen das Instrument aus Holz übrigens zu den Blechbläsern - weil man ihm mit der gleichen Anblastechnik Töne entlockt. In seinem unverwechselbaren Klang jedoch vereint es die Fülle eines Blechblasinstruments mit der Weichheit eines Holzblasinstruments.
Das unverwechselbare Alphorn-Fa
Früher bestimmte die Länge der Tanne die Höhe des Grundtons. Heute werden nach erprobten Massen gewünschte Stimmungen erzielt, die das Zusammenspiel mit gleich gestimmten Alphörnern oder andern Musikinstrumenten erlauben. Im temperierten Tonsystem wird das Oktavintervall in 12 Halbtöne eingeteilt. Diese so genannte chromatische Tonleiter lässt sich auf dem Alphorn jedoch erst von der vierten Oktavlage an erzeugen. Besonders erwähnenswert sind drei Töne, die im temperierten Tonsystem nicht vorkommen. Der 7. Naturton ist ein etwas zu hohes b, der 11. liegt zwischen f und fis (das bekannte#Alphorn-Fa) der 13. klingt etwas höher als as.
#Alphorn als Musikinstrument
Der Schweizer #Jodlerverband, zu dem die Alphornbläser gehören, zählt heute rund 1800 Alphornbläser und Alphornbläserinnen in der Schweiz und in der ganzen Welt zu seinen Mitgliedern – Tendenz steigend. Seinen grossen Auftritt erlebt das Alphorn jeweils am Eidgenössischen Jodlerfest, an den Umzügen der Schweizerischen #Trachtenvereinigung sowie am jählichen internationalen Alphornfestival in Nendaz. Daneben sind Alphörner u.a. in der klassischen Musik anzutreffen (Sinfonia pastorella für Alphorn und Streicher in G-Dur, Leopold Mozart oder Parthia auf Bauerninstrumenten von Georg Druschetzky), im Jazz oder in verschiedensten Experimenten der modernen Musik.
