
Hör auf, deshalb um Anerkennung und Aufmerksamkeit zu betteln!
Vorsicht, wenn das der Grund ist, dass du um Anerkennung bettelst!
Heute lernst du, worin der Unterschied zwischen Hilfsbereitschaft und einem Helfersyndrom besteht. Die Grenzen verlaufen hier nämlich fließend. Und nicht jeder, der unbedingt ein guter Mensch sein und sich nützlich machen möchte, tut das vollkommen uneigennützig. Umgekehrt benutzen wir den Begriff "Helfersyndrom" auch recht schnell, wo er gar nicht passend ist. Geprägt wurde er 1977 von dem deutschen Psychologen und Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer. Er erkannte als einer der Ersten, wie schmal der Grat zwischen Helfen-Wollen und Helfen-Müssen ist, um sich überlegen, wertgeschätzt und gebraucht zu fühlen. Typisch für ein Helfersyndrom ist das Übergehen und Ignorieren der eigenen Wünsche und Bedürfnisse zum scheinbaren Wohle anderer. Scheinbar deshalb, weil es streng genommen nicht im Vordergrund steht. Das sieht für Außenstehende und auch die Helfer*innen selbst nur so aus. Angetrieben nämlich werden diese rastlosen, sich selbst aufopfernden Menschen von der Sucht nach Akzeptanz und Wertschätzung. Der Dank und der Respekt, die im Gegenzug dafür erwartet werden, machen süchtig. Wo genau die Grenze zwischen Hilfsbereitschaft und Helfersyndrom verläuft, das verraten wir dir hier.
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