"Der Erlkönig" von Eberhard Cohrs & Horst Feuerstein (1962)

"Der Erlkönig" von Eberhard Cohrs & Horst Feuerstein (1962)

S
Scherzkeks
19 Videoaufrufe·04.08.2023  #humor #goethe #sketch

Sehr geehrte Damen und Herren

Immer wieder erhält Goethes Gedicht "Der Erlkönig" eine "Neufassung" meistens von Komikern geschrieben, und ebenfalls meistens sehr lustig. Hier eine Version von Herrn Eberhard Cohrs und Horst Feuerstein. Hier hat sich Herr Cohrs sich das Gedicht so wunderbar "zusammengemerkt", dass er glaubt, es unbedingt vortragen zu müssen. Gerne sind Sie, werter Zuschauer, herzlich Willkommen, sich diese Neuversion einmal anzuschauen.

Wie bei jeder Satire oder Parodie ist es von grossem Vorteil das Original zu kennen, es ist einfach noch etwas amüsanter. Nun, für all jene, die nicht das Vergnügen hatten, den "Erlkönig" in der Schule auswenig gelernt haben zu müssen, Sie können das Original des Dichters Johann Wolfgang von Goethe weiter unten gerne nachlesen. Hier sei angemerkt, das Original ist ein Drama, da gibt es kein glückliches Ende, auch zum Lachen findet man darin nichts. Einfach für jene, die das Original wirklich nicht kennen.

Nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen und verbleibe

Hochachtungsvoll

Ihr Scherzkeks


"Der Erlkönig" geschrieben von Johann Wolfgang Goethe im Jahre 1782.

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
er hat den Knaben wohl in dem Arm,
er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif? –
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel' ich mit dir;
manch bunte Blumen sind an dem Strand,
meine Mutter hat manch gülden Gewand.“

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
was Erlenkönig mir leise verspricht? –
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind:
In dürren Blättern säuselt der Wind.

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
und wiegen und tanzen und singen dich ein.“

Mein Vater, mein Vater und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? –
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh' es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau.

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.“
Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
er hält in Armen das ächzende Kind,
erreicht den Hof mit Mühe und Not;
in seinen Armen das Kind war tot.

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