JOSEPH VON EICHENDORFF - DANZIG

JOSEPH VON EICHENDORFF - DANZIG

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Dichter und Denker
17 Videoaufrufe·07.02.2023

Dichtung von Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff entst. 1842 /
Rezitation: Donata Höffer /
Anmerkung: Wem Gott will rechte Gunst erweisen, // Den schickt er in die weite Welt, // Dem will er seine Wunder weisen // In Feld und Wald und Strom und Feld. (J.v.Eichendorff)

Dunkle Giebel, hohe Fenster,
Türme tief aus Nebeln sehn,
Bleiche Statuen wie Gespenster
Lautlos an den Türen stehn.

Träumerisch der Mond drauf scheinet,
Dem die Stadt gar wohl gefällt,
Als läg' zauberhaft versteinet
Drunten eine Märchenwelt.

Ringsher durch das tiefe Lauschen,
Über alle Häuser weit,
Nur des Meeres fernes Rauschen -
Wunderbare Einsamkeit!

Und der Türmer wie vor Jahren
Singet ein uraltes Lied:
Wolle Gott den Schiffer wahren,
Der bei Nacht vorüberzieht.