Falun-Dafa-Praktizierende warten friedlich am 25. April 1999 in Peking an von den Sicherheitskräften zugewiesenen Stellen
Berlin – Das Deutsche Falun Dafa Informationszentrum erinnert an den 27. Jahrestag des friedlichen Appells von Falun-Gong-Praktizierenden am 25. April 1999 in Peking. Damals hatten sich Tausende Bürgerinnen und Bürger ruhig vor dem zentralen Petitionsbüro der chinesischen Regierung versammelt, um auf gewaltsame Polizeimaßnahmen gegen Praktizierende in Tianjin aufmerksam zu machen und eine rechtliche Klärung zu erbitten.
Der damalige Ministerpräsident Zhu Rongji traf Vertreter der Praktizierenden und sagte zu, die Vorfälle zu untersuchen sowie ein rechtmäßiges Umfeld für die Ausübung der Meditationspraxis zu gewährleisten. Das Gespräch wurde als positives Signal für die Sicherheit der Praktizierenden gewertet. Dennoch begann nur drei Monate später, im Juli 1999, eine landesweite Verfolgungskampagne gegen Falun Gong, die bis heute andauert.
Seitdem berichten internationale Organisationen und Menschenrechtsbeobachter von umfassender Verfolgung, darunter willkürliche Inhaftierungen, Zwangsarbeit, Folter sowie Einschränkungen der Glaubens- und Meinungsfreiheit. Besonders schwer wiegt der anhaltende Organraub an inhaftierten Gewissensgefangenen, der seit Jahren Gegenstand internationaler Untersuchungen und Aufforderungen zur Beendigung ist.
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Auch im Ausland stehen Falun-Gong-Praktizierende unter Druck. Die von Praktizierenden gegründete Künstlergruppe Shen Yun Performing Arts, die weltweit klassische chinesische Kultur präsentiert, war wiederholt Ziel von Repressionen. Berichten zufolge gab es mehr als 150 Drohungen, darunter Bombendrohungen gegen Veranstaltungsorte. Diese Vorfälle werden als Teil eines weltweiten Musters grenzüberschreitender Einflussnahme betrachtet.
Das Deutsche Falun Dafa Informationszentrum weist darauf hin, dass die anhaltende Verfolgung von Falun Gong erhebliche staatliche Ressourcen bindet. Beobachter sehen dies im Kontext wirtschaftlicher Herausforderungen in China, darunter eine Abschwächung des Wachstums sowie Unsicherheiten in globalen Lieferketten – insbesondere im Energiesektor im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Das Informationszentrum ruft Regierungen, Institutionen und die Zivilgesellschaft dazu auf, sich für die Einhaltung der grundlegenden Menschenrechte in der Volksrepublik China einzusetzen und Transparenz sowie Rechenschaft zu fordern. Der 25. April 1999 steht für den friedlichen Wunsch der Falun-Gong-Praktizierenden, nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht leben zu können, ohne Verfolgung.
Über das Deutsche Falun Dafa Informationszentrum
Das Deutsche Falun Dafa Informationszentrum informiert über die Meditationspraxis Falun Dafa (Falun Gong) sowie über die Situation der Praktizierenden in China und stellt Hintergrundinformationen für Medien und Öffentlichkeit bereit.