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Emma Kok | Blog | Durchatmen am Meer | 15.09.2019

Durchatmen am Meer
Veröffentlicht am 15. September 2019 um 18:37 Uhr

Zuerst möchte ich mich bei allen ganz herzlich für die vielen Reaktionen bedanken, die ich auf meinen letzten Blog „Mobbing tut so weh“ erhalten habe! VIELEN DANK EUCH ALLEN!

Nachdem es mir letzten Freitag einfach zu viel geworden war, haben Mama und Papa beschlossen, mich diese Woche nicht zur Schule gehen zu lassen – natürlich in Absprache mit der Schule. Gemeinsam mit Mama und Papa bin ich für ein paar Tage nach Domburg in Zeeland gefahren. Das ist mein absoluter Lieblingsort, wisst ihr!

Am Montag sind wir gemütlich am Strand spazieren gegangen, und es war wieder wunderschön, in Domburg zu sein. Am Dienstag war das Wetter traumhaft schön, und wir haben Fahrräder gemietet. Zusammen mit Papa bin ich auf einem Tandem gefahren. Wir sind von Domburg über den Deich nach Westkapelle geradelt und von dort weiter nach Dishoek. Dort habe ich meinen Badeanzug angezogen und bin ins Meer gegangen. Es war sooo kalt, aber auch richtig toll.

Am Mittwoch sind wir nach Middelburg gefahren, denn ja, ein bisschen shoppen muss schließlich auch sein. Und das mag mein Papa überhaupt nicht! Mannnn!

Trotzdem waren meine Gefühle etwas zwiespältig. Ich habe es sehr genossen, in Domburg einmal richtig durchzuatmen und den Kopf frei zu bekommen, aber ich habe die Schule auch sehr vermisst. Ich habe noch viel mit Mama und Papa über das Mobbing in der Klasse gesprochen, aber auch darüber, was man dagegen tun kann. Von vielen Menschen habe ich Tipps bekommen, was ich machen könnte. Darüber habe ich viel nachgedacht.

Ich habe einige Ideen, was man gegen Mobbing unternehmen kann. Und darüber werde ich auch in der kommenden Woche mit der Schule sprechen. Aber trotz allem bin ich sehr enttäuscht und fühle mich in der Klasse einfach nicht mehr sicher. Es tut weh, ausgeschlossen zu werden, und ehrlich gesagt habe ich mein Vertrauen verloren, dass sich etwas ändern wird. Einmal heißt es: „Wir akzeptieren dich so, wie du bist.“ Und in der nächsten Woche fängt alles wieder von vorne an.

Das Gute ist, dass ich nach dieser Woche weiß, was ich tun muss.

Durchatmen hilft!

Anmerkung: Emma ist zu diesem Zeitpunkt 11 Jahre alt.